Themenfeld F

Die Alleestraße in Remscheid ist nicht nur eine wichtige zentrale Geschäftsstraße, sondern auch Wohnstraße und Lebensort. Bei den meisten Häusern an der Alleestraße handelt es sich um kombinierte Wohn- und Geschäftshäuser. Im Erdgeschoss befindet sich ein Ladenlokal, darüber wird gewohnt. An der Alleestraße befinden sich etwas mehr als 500 Wohnungen, die aktuell so gut wie alle vermietet sind (Leerstand 4,3%).

Im Bereich rund um die Alleestraße (Untersuchungsgebiet) leben knapp 1.200 Menschen, in der gesamten Innenstadt leben etwa 3.350 Menschen. Die Bevölkerung hat sich hier in den vergangenen 10 Jahren deutlich verjüngt. Während der Anteil der Kinder und jungen Erwachsenen mit Blick auf die ganze Stadt Remscheid zurückgegangen ist, ist er in der Innenstadt gestiegen. Hier leben mehr Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. Gleichzeitig ist der Anteil an älteren Menschen bis 65 Jahren in der Innenstadt deutlich höher als in der gesamten Stadt Remscheid. In der Innenstadt wohnen also besonders viele sehr junge (bis 15 Jahre) und ältere Menschen (ab 65 Jahre), die oft auch besondere Bedürfnisse in Bezug auf die Wohnung und das Umfeld haben.

Ein umfassendes Nahversorgungsangebot über Lebensmittelmärkte ist nicht gesichert. Es fehlen ausreichende Wohnungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Auch gibt es Lücken in der Versorgung mit sozialen Angeboten.

F1 These

Die Alleestraße muss als innerstädtischer Wohnstandort gestärkt und für neue Bevölkerungsgruppen attraktiv werden.

Die Mehrheit der Teilnehmenden (78%) kann sich das innerstädtische Wohnen auf der Alleestraße grundsätzlich vorstellen. Eine Stärkung des Standortes ist dann gegeben, wenn neue, auch zahlungskräftigere und unterschiedliche Bevölkerungsgruppen für urbane Wohnformen angesprochen werden können. Dafür müssen das Wohnumfeld und das Wohnungsangebot, aber auch die wohnungsbezogenen Dienstleistungen qualitativ aufgewertet werden.